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TK-Vorstand fordert: Steuersenkung für Medikamente

© dpa

Der Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Norbert Klusen, hat im Streit über Zusatzbeiträge einen reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Medikamente gefordert. «Das wäre sinnvoller gewesen als die Hoteliers zu subventionieren», sagte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa in Hamburg.

Für ihn sei es nicht nachzuvollziehen, dass etwa Hundefutter mit nur 7 Prozent belastet werde, während «Medikamente, die oft lebenswichtig sind, mit dem vollen Satz belegt sind». Klusen betonte, es müsse sichergestellt werden, dass die Pharmaindustrie die Vorteile an die Abnehmer weitergibt - «nicht, dass sie dann nur ihre Gewinne erhöht und bei den Beitragszahlern nichts ankommt».

Für TK-Mitglieder schloss Klusen Zusatzforderungen zumindest in diesem Jahr weitgehend aus. «Ich gehe in diesem Jahr nicht davon aus, dass wir eine Zusatzprämie haben werden.» Er verwies jedoch darauf, dass die Zusatzbeiträge politisch gewollt seien - auch wenn sich jetzt einige Politiker «merkwürdig verhalten und sich nicht mehr an ihre Beschlüsse erinnern».

Die CDU habe dies als Einstieg in die einkommensunabhängige «Gesundheitsprämie» gesehen, sagte Klusen. Er selbst favorisiere einen Sozialausgleich über Steuern. «Wenn man in eine Prämienfinanzierung will, dann wäre es am besten, den Sozialausgleich über Steuern zu finanzieren.»

Quelle: dpa

Leser Kommentare

mirreichtsschonlange (Identität nicht geprüft) 8. February 2010 - 23:11 Uhr

Das, was wir Apotheker schon seit Jahren fordern, scheinen die Krankenkassen auch schon gemerkt zu haben. 4,35 Milliarden hat der deutsche Fiskus 2009 aus dem Arzneimittelverkauf zu Lasten der GKV gezogen, mehr als die Marge aller Apothekenim selben Zeitraum ausmachte. MEHR als die Krankenkassen jetzt als Fehlbetrag angeben.
Wann wir die Mehrwertsteuersenkung kommen?

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