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Apotheker mahnen Pick Up-Verbot an

Der Apothekerverband Nordrhein forderte die Bundesregierung auf, Drogerien nicht weiter als «gewerbliche Zwischenhändler» von Medikamenten zuzulassen. Das im Koalitionsvertrag angekündigte Verbot müsse zügig umgesetzt werden. Preis: «Abholstellen in Drogeriemärkten sind unsicher. Das könnte auch ausufern, bis man sich sein Herzmedikament demnächst an der Tankstelle abholt oder das Insulin erst nach drei Tagen Zwischenlagerung erhält.»

Weiter weist Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein, am Samstag am Rande einer Fachtagung in Bonn auf die Fachkompetenz der Apotheken hin.

Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 25 000 Menschen an Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten oder weil Präparate falsch eingenommen wurden. «Das sind mehr Todesopfer als im Straßenverkehr», sagte Preis.
«Es geht darum, teuer verordnete und von den Kassen gezahlte Medikamente auch optimal für den Patienten einzusetzen.» Die Bevölkerung werde immer älter, und viele alte Menschen müssten regelmäßig mehrere Medikamenten einnehmen. «Hier müssen wir das Medikationsmanagement noch verbessern und einen zusätzlichen Sicherheitsgurt einbauen.»

70 bis 80 Prozent der Apotheken in Deutschland haben bereits eine Datenbank aufgebaut, in der - nur bei ausdrücklichem Einverständnis der Patienten - deren Medikamenten-Daten gesammelt werden. «Der Stammapotheker kann damit sehen, ob Wechselwirkungen zu befürchten sind, ob es Doppelverschreibungen gibt, ob das rezeptfrei gekaufte Medikament passt oder ob eine zusätzliche Überprüfung beim Arzt ratsam ist», erklärte Preis. «Das ist eine doppelte Kontrolle, die sehr sinnvoll ist und institutionalisiert werden müsste.»

Quelle: dpa

Leser Kommentare

Apomein (Identität nicht geprüft) 8. February 2010 - 12:13 Uhr

...hallo FDP....wo bleiben die Versprechungen!!

TransparencyConvent (Identität nicht geprüft) 8. February 2010 - 14:39 Uhr

(politische) Versprechungen waren/sind noch lange keine (verbindlichen) Zusagen !! ... auch nicht bei den Gelben hoch auf dem Wagen , genausowenig wie die (anonyme) Wählerstimme eine "Vertrags"unterschrift ist ...

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